Herz-Kreislauf-Probleme

Scheinbar mühelos pumpt das Herz zirka fünf Liter Blut pro Minute durch die Adern und versorgt damit Organe und Muskeln mit lebenswichtigem Sauerstoff, Eiweißen und Nährstoffen. Doch ein ungesunder Lebenswandel kann den Motor des Körpers ganz plötzlich ausschalten. Eine einseitige oder fettreiche Ernährung, Übergewicht, Zigaretten- und Alkoholkonsum, Stress und ein erhöhter Cholesterinspiegel oder Diabetes können schwerwiegende Folgen haben: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland seit langem die Todesursache Nummer eins.

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Stress ist für den Herz-Kreislauf gefährlich

Neben erheblichen Vorbelastungen und einer ungesunden Lebensweise ist Stress ein Risikofaktor für die Herzgesundheit, der jedoch von vielen unterschätzt wird. Insbesondere ab einem Alter von 50 Jahren, sollten Stress-Symptome ernst genommen werden. Denn das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, steigt in der zweiten Lebenshälfte.

Gleichzeitig verändern sich derzeit die Arbeitsbedingungen für ältere Menschen: Durch den demografischen Wandel, die Anhebung des Rentenalters und fehlenden Fachkräfte-Nachwuchs werden erfahrene Mitarbeiter stärker und länger eingebunden. Durch die immer schneller werdenden Kommunikationsmedien und steigernde Anforderungen an die Flexibilität der Mitarbeiter, geraten Arbeitnehmer der Generation 50plus häufig an ihre Grenzen. Aus Angst vor Ausgrenzung oder dem Verlust des Arbeitsplatzes bürden sich viele mehr auf, als sie bewältigen können. Die Folge ist Stress und ein Gefühl der Überforderung, das häufig nach Feierabend noch andauert und zu Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit führen kann. Der Arbeitstag erscheint dann schon morgens nicht zu bewältigen, Druck und Stress werden verstärkt.

Ein regelmäßiger Check beim Arzt hilft

Wenn Sie Symptome einer Herz-Kreislauf-Erkrankung feststellen, erheblich vorbelastet oder großem Stress ausgesetzt sind, sollten Sie regelmäßig an Gesundheits-Checks teilnehmen und auf eine gesunde Lebensweise achten.

Ernährung

  • Essen Sie ausgewogen, fettarm, vitamin- und ballaststoffreich.
  • Essen Sie nur soviel, wie Ihr Körper braucht. So verhindern Sie Übergewicht und ein Risikofaktor für den Herzinfarkt wird gesenkt.
  • Greifen Sie einmal in der Woche statt zu Fleisch zu Fisch. Er liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren sowie Jod und Selen.
  • Gehen Sie sparsam mit besonders fettreichen Lebensmitteln um, bevorzugen Sie pflanzliche Fette, wie Oliven- oder Rapsöl.
  • Achten Sie auf die Zubereitung: Gemüse und Fisch sollte bei geringen Temperaturen gedünstet anstatt gekocht oder gebraten werden, das erhält die Vitamine und Nährstoffe.
  • Geeignete Snacks für Zwischendurch sind Obst, Nüsse, Müsli oder Milchprodukte.
  • Verbieten Sie sich nichts, das erhöht nur das Verlangen. Alles ist erlaubt, aber in Maßen.

Bewegung

  • Gestalten Sie Ihren Alltag „bewegt“: Tauschen Sie das Auto gegen das Fahrrad, gehen Sie zu Fuß, statt mit dem Bus zu fahren und ziehen Sie Treppen Aufzügen vor.
  • Ideal für die Herzgesundheit sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Wandern oder Schwimmen.
  • Haben Sie Spaß: Wenn Sport zur lästigen Pflicht wird, denken Sie über eine neue Sportart nach, die Ihnen gefallen könnte.
  • Suchen Sie sich Gleichgesinnte, das erhöht die Motivation und die Freude an der Bewegung.
  • Überfordern Sie sich nicht, beginnen Sie mit leichten Belastungen und steigern Sie Ihr Pensum langsam.
  • Lassen Sie sich vor dem (Wieder-) Einsteig in den Sport vom Arzt durchchecken.


Entspannung

  • Lassen Sie die Gedanken an die Arbeit nach Feierabend im Büro. Erstellen Sie abends eine To Do-Liste für den nächsten Tag, das befreit den Kopf.
  • Sorgen Sie für regelmäßige Pausen. Hören Sie auf ihren Körper, er signalisiert Ihnen, wann eine Auszeit nötig ist.
  • Gestalten Sie Ihre Freizeit aktiv und abwechslungsreich, aber vermeiden Sie „Freizeitstress“.
  • Lernen Sie, zu entspannen. Bestimmte Atemtechniken, Yoga, Meditationen und Autogenes Training setzen einen Gegenpol zum Stress. Finden Sie heraus, was Ihnen gut tut.