Stress und Stressbewältigung

Stress ist eine automatische, reflexartige Reaktion des Körpers. Stress ist in speziellen Situationen wichtig, permanenter Stress macht dagegen krank. Hier erfahren Sie mehr über Stress.

Natürliche Stressreaktion

Tritt ein Stressreiz auf, werden verschiedene Mechanismen im Körper in Gang gesetzt: Hormone wie z.B. Adrenalin und Noradrenalin werden in die Blutbahn ausgeschüttet. Sie lassen das Herz schneller schlagen. Dadurch werden die Muskeln stärker durchblutet, sie reagieren schneller, Energie wird mobilisiert und die Blutgerinnung gesteigert. Alle Körperfunktionen, die im Augenblick nicht überlebenswichtig sind, werden auf Sparflamme geschaltet. Klingt der Reiz ab, tritt für den Körper die Erholungsphase ein.

Krankmachender Stress

Wenn Reize im Übermaß auftreten und keine Erholungsphase stattfinden kann, also eine natürliche Stressreaktion nicht vollständig abläuft, dann wird es gefährlich. Beachten wir die Alarmsignale des Körpers nicht, werden wir ernsthaft krank. Schlaflosigkeit, Nervosität, Magenbeschwerden bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen sind die Folge.

Stress wird ausgelöst durch:

  • soziale Bedingungen, die aus dem Zusammenleben resultieren.
  • äußere Bedingungen wie z.B. Wetterlage, Autoverkehr, Ausstattung des Arbeitsplatzes.
  • psychische Bedingungen wie z.B. Belastbarkeit oder Lebensgefühl des Einzelnen.

Ob und wann ein Reiz zum stressauslösenden Faktor wird, hängt davon ab, wie der betreffende Mensch ihn einschätzt und mit ihm umgeht.

Strategien zur Stressbewältigung

Wenn Sie mit Stress allein nicht fertig werden und er Ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigt, sollten Sie Rat bei einem Fachmann suchen. Und denken Sie nicht, das sei ein Zeichen von Schwäche. So wie der Zahnarzt für Karies zuständig ist, so braucht die Psyche in bestimmten Situationen den Psychologen.

Besprechen Sie Ihre Stresssituationen ganz offen. Durch die Analyse der stressauslösenden Faktoren und der Lebensverhältnisse können Sie Lösungsmöglichkeiten finden, indem Sie z.B. Ihr Verhalten ändern oder bestimmte Entspannungstechniken anwenden. Hier haben sich Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga, Qi Gong oder Tai-Chi bewährt. Auch das "Austoben" hilft: Joggen Sie, fahren Sie Fahrrad oder treiben Sie Gymnastik.

Auch richtige Atmung kann einen Ausgleich zu den alltäglichen Belastungen schaffen, denn sie verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers und regt den Stoffwechsel an. Durch gezielte Atemübungen kann man die Konzentrationsfähigkeit steigern und Stress abbauen. Nutzen Sie weitere Entspannungsmöglichkeiten wie Sauna, Massage, warme Bäder mit Ölzusätzen oder Wandern.