Let's talk about … Das erste Mal

Spontanes Erlebnis oder geplant?
Trotz Aufklärung und des offeneren Umgangs mit sexuellen Themen:
Das erste Mal Geschlechtsverkehr ist für die Mehrheit der Jugendlichen eine ungeplante spannende Situation. Im besten Fall sind sie mit dem vagen Gefühl vorbereitet, es könne bald dazu kommen. Vertrautheit mit dem Freund oder der Freundin ist die beste Voraussetzung, nicht vollkommen unvorbereitet in das Erlebnis des ersten Geschlechtsverkehrs zu stolpern.
Das erste Mal innerhalb einer Beziehung
Die meisten aller Jugendlichen erleben den ersten Sex im Rahmen einer Beziehung oder Partnerschaft. Nicht immer ist es allerdings die erste Beziehung. Je größer die Vertrautheit der beiden Partner ist, umso besser sind sie darauf vorbereitet. Die meisten entscheiden sich bei der Verhütung für die Pille oder das Kondom.
Für Mädchen ist meistens die Mutter oder die beste Freundin eine vertraute Ansprechpartnerin wenn es um sexuelle Erfahrungen geht. Wenn Jungen sich überhaupt jemandem anvertrauen, dann einem „Kumpel“ meistens aber nicht den Eltern. In der Regel orientieren sich Jungen heute viel stärker an der Partnerin oder dem Partner als früher. Das schlägt sich in der Tendenz nieder, Sexualität und Liebe zu verbinden und Rücksicht auf die Wünsche des Partners zu nehmen.
Zu große Erwartungen
Die meisten Jungen und Mädchen denken heute sehr früh an den Geschlechtsverkehr. Sie reden und träumen davon, oft lange, bevor er überhaupt stattgefunden hat. Das erzeugt sehr große Erwartungen und verstärkt die Anspannung und unbewusste Ängste. Hoffnungen, Fantasien und Ängste verwandeln sich leicht in Enttäuschung, wenn es zum ersten Erlebnis gekommen ist.
Die Angst vor der Defloration
Die meisten Mädchen messen der Defloration, dem Zerreißen des Hymen (Jungfernhäutchen), eine besondere Bedeutung bei. Bei den meisten jungen Frauen zerreißt das Jungfenhäutchen allerdings erst bei der Penetration. Das Hymen kann aber schon vorher durch Tampons oder beim Sport beschädigt worden sein.
Viele stellen sich diesen Moment der Entjungferung eher unrealistisch vor. Sie ängstigen sich vor dem Moment, wenn der Penis in die Scheide eindringt. Manche Jungen sind besorgt, ob der Penis auch steif genug ist, um das Hymen zu durchstoßen, während Mädchen sich vor schmerzhaften körperlichen Verletzungen fürchten. Diese Sorgen sind unbegründet.
In den meisten Fällen zerreißt das Hymen sehr leicht, so dass die Jungen auf keinen Fall gewaltsam vorgehen müssen, sondern langsam und behutsam agieren sollten. Mädchen fühlen sich manchmal unbehaglich oder bluten leicht, aber meistens ist es für sie nicht schmerzhaft.
Eine wichtige Voraussetzung für die Penetration ist die Feuchtigkeit der Scheide. Sie entsteht durch die Erregung und Lust, aber auch durch Stimulation. Ist die Scheide nicht feucht genug, kann das Einführen des Penis für beide schmerzhaft werden.
Tipp:
Entscheidend für ein gelungenes Erstes Mal ist die beidseitige Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen, das Verliebtsein, Vertrauen, die Nähe zum Partner, Zeit, Ruhe und ein geschützter vertrauter Raum. Auch eine geeignete Verhütung fördert die Entspannung beim ersten Mal.






