Ernährung
„Du bist, was du isst“ – in diesem Sprichwort steckt viel Wahres. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt wesentlich dazu bei, dass Sie fit und leistungsfähig bleiben.
Mit steigendem Alter verändern sich die Lebensumstände und damit auch die Anforderungen an die Ernährung. Denn der Grundumsatz an Energie, die Ihr Körper zum Funktionieren braucht, nimmt ab. Das heißt, Sie benötigen weniger Kalorien pro Tag. Dagegen bleibt der Bedarf an Nährstoffen, wie Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen, gleich.
Gesunde Gewohnheiten aneignen
Das A und O ist daher ein bewusster Umgang, mit dem, was Sie essen. Das Ziel muss lauten, weniger Kalorien zu sich zu nehmen und dabei den Körper weiterhin mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Doch je älter Sie werden, desto festere Gewohnheiten haben Sie sich angeeignet, die Sie oft nur wieder schwer ablegen können. Und dazu gehört auch das Einkaufs- und Essverhalten. So kommen immer wieder dieselben über die Jahre liebgewonnen Speisen und Getränke auf den Tisch.
Vielfalt ist wichtig
Aber der Blick über den eigenen Tellerrand sorgt nicht nur für eine ausgewogenere Ernährung, sondern macht auch Spaß: Wenn Sie neue Dinge ausprobieren oder sich daran erinnern, was Sie als Kind gerne gegessen haben, bescheren Sie sich oft ganz neue Geschmackserlebnisse. Grundsätzlich gilt: Pflanzliche Lebensmittel, wie Getreideprodukte, Gemüse und Obst, sollten ganz oben auf Ihrem Speiseplan stehen. Bei tierischen Produkten sollten Sie darauf achten, dass sie fettreduziert sind.
Was wie oft sinnvoll ist
Insgesamt ist bei Milchprodukten und Fleisch weniger oft mehr. Zwei- bis dreimal pro Woche Fleisch oder Wurst sind ebenso ausreichend wie täglich ein Glas Milch oder ein Becher Joghurt. Wenn Sie anstatt zu Fleisch einmal in der Woche zu Fisch greifen, versorgen Sie Ihren Körper mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren sowie Jod und Selen. Sehr sparsam sollten Sie besonders mit fettreichen Lebensmitteln umgehen, hier sind pflanzliche Fette, wie Oliven- oder Rapsöl zu bevorzugen, deren mehrfach ungesättigte Fettsäuren für einen gesunden Stoffwechsel unverzichtbar sind.
Richtig zubereiten
Wichtig ist jedoch nicht nur, was auf den Tisch kommt, sondern auch, wie Sie es zubereiten: Je geringer die Temperatur, desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten. Gemüse sollten Sie daher lieber dünsten als kochen oder braten, dasselbe gilt für die Zubereitung von Fisch.
Die Mischung macht`s
Was sich kompliziert anhört, lässt sich einfach zusammenfassen: Die Mischung macht’s. Wenn Sie darauf achten, von jedem etwas auf Ihrem Teller zu haben und nur soviel essen, bis Sie satt sind, haben Sie den richtigen Weg eingeschlagen. Übrigens gibt es nichts, was verboten ist. In Maßen sind auch Süßigkeiten erlaubt – in jedem Alter.
Der Body-Maß-Index – kurz BMI
Ein guter Anhaltspunkt zur Überprüfung Ihres eigenen Gewichts ist der Body-Maß-Index. Das Körpergewicht in Kilogramm wird dabei durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt:
Körpergewicht in Kilogramm
BMI = --------------------------------------------
(Körpergröße in Metern)2
Am Ergebnis können Sie ablesen, ob Ihr Gewicht im Normalbereich liegt, ob Unter- oder Übergewicht vorliegt:
| Weibliche Person | Männliche Person | |
| Untergewicht | Unter 19 | Unter 20 |
| Normalgewicht | 19 bis 24 | 20 bis 25 |
| Übergewicht | 25 bis 30 | 26 bis 30 |
Solange Sie gesund sind und sich wohl fühlen, ist ein Gewicht oberhalb des Normalgewichts nicht gleich problematisch. Ab einem BMI von mehr als 30 spricht man jedoch von Adipositas, einer über das Normalmaß hinausgehende Körperfettzunahme mit krankhafter Auswirkung. Besonders ungünstig wirkt sich Bauchfett auf die Gesundheit aus. Der Taille-Hüft-Quotient liefert Ihnen die Antwort auf die Frage, wo die Fettdepots sitzen. Um ihn zu ermitteln teilen Sie den Umfang der Taille durch den Umfang der Hüfte. Dieses Verhältnis soll bei Männern kleiner als 1,0 und bei Frauen kleiner als 0,85 sein. Gemessen werden soll die Taille in Nabelhöhe und die Hüfte an der dicksten Stelle.




